Wednesday of Intelligence
5 Tipps für Gründer

Wir vom The House of Intelligence haben mittlerweile schon seit mehreren Jahren mit Startups zu tun und konnten weitreichende Einblicke in die zu durchlaufenden Prozesse sammeln. Wir haben viele interessante Gründer und Mitgründer kennengelernt und daraus viel mitgenommen. Ein paar dieser Leute haben wir sogar mit ins House genommen, um unser Know-How-Portfolio noch weiter auszubauen.

Dadurch sind unter anderem zahlreiche spannende Projekte entstanden, die uns viel Freude bereitet, aber auch viel gelehrt haben. Wir wollen diese Erfahrung mit Euch teilen und Euch dazu ermutigen, selber mal im großen Stil zu träumen und den ersten Schritt zu wagen. Dazu haben wir Euch diese Woche 5 Tipps zusammengestellt, die Euch auf dem Weg unterstützen sollen:

5 Tipps für Gründer - Wednesday of Intelligence
Wednesday of Intelligence - 5 Tipps für Gründer

Gründer Tipp #1: Professionelle Beratung

Sich als Gründer mit seiner Idee selbstständig zu machen und ein eigenes Startup auf die Beine stellen zu wollen, wird oft mit dem Gedanken begleitet, dass dafür ein enormes Wissensspektrum erforderlich ist, das alle relevanten Themengebiete umfasst. Für viele Gründer impliziert die vorgenommene Selbstständigkeit eine wortwörtlich selbstständige Bearbeitung aller Zwischeninstanzen. Das bestärkt oft die Hürde, den ersten Schritt zu wagen um überhaupt mal damit anzufangen.

Klar ist es ideal, wenn man als Gründer alle Funktionsbereiche eines Unternehmens im Schlaf beherrscht, aber realistisch gesehen finden nicht einmal solche die nötige Zeit und Energie, um das so auch wirklich umsetzen zu können. Hilfe ist essentiell!

Neben ambitionierten Mitgründern und Teammitgliedern solltet Ihr Euch deswegen auch professionelle Hilfe in Bereichen suchen, in denen ihr euch nicht auskennt. Dazu bleibt natürlich immer abzuwägen, ob sich die Kosten für die anfallende Dienstleistung in Anbetracht des Aufwands, der anfallen würde, um sich das Know-How selbst anzueignen, überhaupt lohnt. Aber von unüberlegter Scheu vor professioneller Beratung wollen wir Euch auf jeden Fall abraten. Oft kommt man im Nachhinein ohnehin zur Erkenntnis, dass früher oder später eine professionelle Anlaufstelle von Nöten ist. Da ist es ärgerlich, wenn sich eingestanden werden muss, dass der erbrachte Arbeitsaufwand für sinnvollere Aufgaben hätte eingesetzt werden können.

Vor allem in Sachen Steuern und Rechtsberatung empfehlen wir, sich an den Profi zu wenden, denn in solchen Fällen können oft unerwartete Kosten oder verpasste Ersparnisse folgenschwere Konsequenzen mit sich ziehen.

Gründer Tipp #2: Vorsicht vor übermäßigem Optimismus

Wer sich voller Tatendrang vornimmt, sich künftig als Gründer zu identifizieren und mit dem eigenen Startup erfolgreich durchzustarten, geht dieses Vorhaben oft mit Unmengen an Euphorie an. Hier solltet Ihr aufpassen! Denn wer groß träumt, bewahrt sich selten vor Illusionen, vor allem bei der Ideenfindung.

Das soll nicht bedeuten, dass von großen Träumen beim Gründen eines Startups abzuraten ist. Ganz im Gegenteil: das Motto „think big, dream big“ stellt für viele Gründer zurecht die Grundlage ihrer unternehmerischen Denkweise dar und ist oft der Antrieb für die nötige Motivation, um die einzelnen Schritte mit der richtigen Mentalität anzupacken.

Dennoch gehört zum intelligenten Handeln auch ein gewisser Realitätsbezug, der dabei nicht verloren gehen sollte. Denn ohne ein realistisches Auge für die Marktsituation und das Einfühlungsvermögen, das euphorische Gründer dazu befähigt die Idee fürs Startup auch objektiv aus Kundensicht zu betrachten, rennt man leicht in die Falle des übermäßigen Optimismus.

Dabei werden potentiell aufkommende Hürden nicht erkannt, die eigene Kompetenz, diese zu überwinden und die Umsetzungsfähigkeit sowie die reale Notwendigkeit des Produkts als stark nachgefragte Ergänzung zum bestehenden Markt überschätzt. Das führt unter Umständen dazu, dass wertvolle Ressourcen voreilig in den Sand gesetzt werden.

Daher empfehlen wir, euch Meinungen von Leuten einzuholen, die einerseits kein direktes Interesse daran haben Euch und eurem Startup zu schmeicheln, sondern die Unternehmung unvoreingenommen bewerten und andererseits bereits über wertvolles Know-How über den Markt und die dazugehörigen Prozesse besitzen.

Gründer Tipp #3: Agil und flexibel bleiben

In schnelllebigen Zeiten kommt es nicht selten vor, dass eine Idee zu Beginn der Gründung als sehr markttauglich erscheint, sich mit fortlaufender Veränderung der situativen Umstände aber immer mehr Probleme ergeben, die die Umsetzungsfähigkeit des Startups erschweren oder die Nachfrage verändern.

Besonders wenn sich das Kernprodukt an aktuellen Trends orientiert, können sich diese wider Erwarten als zu kurzfristig erweisen, um ein nachhaltig profitables Geschäft zu tragen. Hat man sich eine solche Idee in den Kopf gesetzt, sollte deswegen aber nicht gleich alles über den Haufen geworfen werden. Viel mehr wollen wir daran appellieren, bei der Gründung des Startups „outside the box“ zu denken und nicht starr auf der ursprünglichen Idee zu beharren.

Gründer sollten versuchen, die Weichen des Geschäftsmodells so zu stellen, dass im Fall der Fälle möglichst flexibel auf Veränderungen von Präferenzen der angestrebten Zielgruppe reagiert werden kann. Dabei können Netzwerkeffekteffekte behilflich sein, denn mit steigender Zahl an relevanten Kontakten steigen auch die Möglichkeiten.

Die Grundintention dieses Tipps soll jedoch nicht sein, sich möglichst viele Optionen offen zu lassen, indem Ihr Euch nur grob festlegt. Vielmehr soll verdeutlicht werden, dass sich die meisten Startups während der Gründung laufend verändern, Geschäftsmodelle angepasst, Produkte ausgebaut oder Schwerpunkte verschoben werden. Darauf sollte man als Gründer vorbereitet sein und sich nicht abschrecken lassen.

Zwar darf der Fokus auf das ursprünglich angedachte Produkt nicht verloren gehen und die Vision, die Ihr zu Beginn im Kopf hattet, weiterhin im Vordergrund stehen, aber die Fähigkeit über den Tellerrand hinauszublicken und offen für mögliche Veränderungen zu sein, stellt sich oft als entscheidender Faktor heraus, wenn man als Gründer langfristig Erfolg haben will.

Gründer Tipp #4: Lean Startup Method

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Gründung eines Startups kein Vorhaben ist, was sich im Vorhinein perfekt durchplanen und dann wie geplant umsetzen lässt. Neue Erkenntnisse, unerwartete Entwicklungen, überraschende Hürden aber auch plötzlich geschaffene Möglichkeiten führen Gründer dazu, ihr Geschäftsmodell anzupassen, weiterzuentwickeln oder umzustrukturieren.

Dabei kann es unter Umständen dazu kommen, dass man sich wider Willen in Komplexitäten verrennt und im Endeffekt den Fokus verliert. Um dies zu vermeiden und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, ist es wichtig Prioritäten zu setzen.

Für viele Gründer hat sich dafür die „Lean Startup Method“ bewährt. Ziel dabei ist es, den Markteintritt ohne eigens auferlegte Komplexitätshürden zu meistern und die für die Entwicklung des Produkts getroffenen Annahmen mit realem Feedback direkt am Kunden zu testen. Dazu soll das Produkt auf die nötigsten Kernfunktionen beschränkt auf den Markt gebracht und in einem stetigen Feedbackzyklus verbessert werden.

Build: Im ersten Schritt wird das „minimum viable product“ (MVP), also das minimal überlebensfähige Produkt, verschlankt als Prototyp entwickelt und am Markt angeboten. Entscheidend ist diesbezüglich eine ausgiebige Auseinandersetzung mit den Präferenzen und Bedürfnissen des Kunden, um den Fokus auf die richtigen Kernfunktionen und Produkteigenschaften zu legen.

Measure: Daraufhin soll die Umsetzungsfähigkeit und die Nachfrage direkt am Markt erprobt werden. Hier dreht sich alles um das Sammeln und Auswerten von Daten. Was funktioniert? Was ist ausbaufähig? Was muss verändert werden? Da eine reale Kaufsituation geschaffen wurde, kann aus den Daten direkt auf Verhalten und Präferenzen des Endkunden geschlossen werden. So lassen sich Learnings generieren, die das Produkt effizient und effektiv verbessern.

Learn: Um die Implikationen der gewonnen Daten auch zu nutzen, ist es im letzten Schritt notwendig die gelernten Verbesserungsvorschläge umzusetzen und das Produkt weiterzuentwickeln. Schaffe Prototyp 2, erprobe das neue Produkt wieder am Markt, sammle Daten, verbessere Prototyp 2 und schaffe Prototyp 3!

So wird der Zyklus wieder und wieder durchlaufen, solange bis euer Prototyp ein valides Produkt ist, das sich am Markt behaupten kann.

Gründer Tipp #5: Die richtige Mentalität

Um als Gründer erfolgreich durchzustarten, ist die richtige Mentalität essentiell. Wir haben viele Gründer mit komplett unterschiedlichen Persönlichkeiten kennengelernt und aus all unseren Erfahrungen die wichtigsten Eigenschaften zusammengetragen. So bildet sich die ideale Gründermentalität:

Leidenschaft und Begeisterungsfähigkeit, gepaart mit ausdauernder Disziplin bilden die Essenz für die Bereitschaft, dauerhaft Leistung erbringen zu wollen und fokussiert und entschieden sein Ziel zu verfolgen. Dabei sollte ein gesunder Optimismus, Zuversicht und eine Prise Unzufriedenheit nicht fehlen. Gleichzeitig sollte Ungewissheits- und Frustrationstoleranz vorhanden sein, um die unvermeidbaren Niederschläge wegzustecken und die aufkommenden Entscheidungssituationen entschlossen angehen zu können. Wer sich als Gründer nicht traut Risiken einzugehen, hat schlechte Karten.

Den Grundstein für das unternehmerische Handeln eines jeden Startups schafft die richtige intrinsische Motivation. Jeden Tag aufs Neue Leistung zu erbringen, um tatenkräftig an seinem Traum zu arbeiten, erfordert engagierten Einsatz. Dabei wird ein erfolgreicher Gründer von dem Gedanken der Selbstverwirklichung und dem Streben nach Unabhängigkeit und Freiheit angetrieben. Genauso wichtig ist jedoch der Wunsch, Nutzen zu schaffen und etwas in der Welt zu verändern.

Darüber hinaus benötigt die Führungskraft eines Startups die richtigen Soft-Skills. Allen voran sollte ein gewisses Maß an Sozialkompetenz gegeben sein, denn nur wer teamfähig und kommunikativ ist, kann seine Mitarbeiter motivieren. Wer Investoren und Geschäftspartner überzeugen will, braucht Akquisitionsstärke und Menschenkenntnis. Ein gesund ausgeprägtes Selbstbewusstsein schafft dabei die Grundlage für souveränes Auftreten.

Dazu kommen Konfliktlösungs- sowie Durchsetzungsfähigkeit und eine pragmatische „Hands-on-mentality“, um den ständig neu aufkommenden Herausforderungen adäquat entgegentreten zu können. Auch die emotionale Intelligenz darf nicht zu kurz kommen, denn die Schaffung der Vorbildfunktion einer Führungskraft bedingt mentale Stabilität und den Willen, sich selbst stetig selbstreflexiv zu betrachten und verbessern zu wollen.

Was bei allem Stress jedoch nicht vergessen werden sollte und mit eine der wichtigsten Voraussetzungen für die richtige Mentalität ist: Spaß! Spaß an der Idee, Spaß an der Vision, Spaß im Umgang mit seinem Team und Spaß daran, neue Bekanntschaften zu knüpfen, sich auszutauschen und voneinander zu lernen.

Wer das erstmal verinnerlicht hat, muss sich nichtmehr zwischen Hobby und Beruf entscheiden!

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